Flyer "Feuchttücher & Co: nicht ins Klo"

Kosten sparen und dabei die Umwelt schützen!
Was passiert, wenn Feststoffe ins WC geworfen werden? Darüber informiert ein Flyer, der gemeinsam von Wupperverband und TBS erstellt wurde. Er wird in den nächsten Tagen als Postwurfsendung an alle Schwelmer Haushalte verteilt und ist auch online erhältlich.

Pressemitteilung des Wupperverbandes und der Technischen Betriebe Schwelm vom 29.05.2018

Abfälle – egal ob in fester oder flüssiger Form – haben im WC und somit im Abwasser nichts zu suchen. Darüber informieren der Wupperverband und die Technischen Betriebe Schwelm (TBS) in einem neuen Faltblatt mit dem Titel „Feuchttücher & Co: nicht ins Klo“.

Das neue Faltblatt wird in diesen Tagen in Schwelm an alle Haushalte kostenlos als Postwurfsendung verteilt. Außerdem ist es auf den Internetseiten von TBS und Wupperverband als Download verfügbar.

In der Kläranlage Schwelm kam es in den letzten Jahren zu Verstopfungen. Der Grund: Feste Abfälle, vor allen Dingen Feuchttücher und textile Putztücher, setzten sich in einem Pumpwerk des Regenüberlaufbeckens fest. Dort bilden sie Klumpen, werden fest wie Beton und mussten vom Betriebspersonal aufwändig entfernt werden.

Probleme dieser Art können von vornherein vermieden werden. Der Wupperverband und die TBS und möchten die Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren.

„Vielen Menschen ist vielleicht gar nicht bewusst, dass generell Abfälle im WC nichts zu suchen haben. Unsere Kanalisation und die Kläranlagen sind keine Mülleimer“, sagt Karsten Migchielsen, Technischer Leiter der TBS.

„Unsere Abwasseranlagen können mit dem herkömmlichen Toilettenpapier gut umgehen. Doch bei Abfällen, wie Feuchttücher, Windeln, Wattestäbchen usw. bekommen wir vor allem dort Probleme, wo zu Beginn des Abwasserprozesses Pumpen im Einsatz sind“, ergänzt Frank Schmidt, Betriebsleiter von zehn Kläranlagen des Wupperverbandes.

Daher haben die TBS und der Verband nun alle Infos in dem Faltblatt gebündelt. Weder feste Abfälle, z. B. Hygieneartikel etc. noch Speisereste und abgelaufene Medikamente oder flüssige Abfälle, z. B. Farbreste oder Chemikalien, gehören in die Toilette. Was gar nicht erst im Abwasser landet, muss anschließend nicht aufwändig herausgeholt werden. Daher soll alles andere als das normale Toilettenpapier in der Restmülltonne bzw. über die vorgesehen Entsorgungswege, z. B. Schadstoffsammlung, entsorgt werden. Dies gilt nicht nur für die Kanalisation und die Kläranlage in Schwelm, sondern auch für die übrigen Wupperverbands-Kläranlagen.

In den letzten Jahren hat der Wupperverband zunehmend mehr Abfälle, das so genannte Rechengut, in der ersten Reinigungsstufe auf den Kläranlagen aus dem Abwasser geholt.

Waren es 2014 noch rund 2016 Tonnen in allen elf Kläranlagen, so lag die Menge des Rechenguts 2016 schon bei 2724 Tonnen.

Die Gründe für den Anstieg liegen zum einen in technischen Optimierungen auf Kläranlagen, so wird z. B. durch feinere Rechen mehr Abfall herausgeholt.

Ein verändertes Verbraucherverhalten kann ebenfalls ein Grund sein. Hier möchten TBS und Wupperverband ansetzen, denn letztlich kostet die Entsorgung des Rechenguts Geld, das über die Gebühren auf die Bürgerinnen und Bürger umgelegt wird.

Flyer "Feuchttücher & Co: nicht ins Klo"